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Lüftungskonzepte nach DIN 1946-6

19.08.2019 03:28 Uhr von Mario Wachsmuth

 

Immer öfter treten Schimmel- und Feuchteschäden in Wohnräumen auf, welche nicht nur der Gesundheit schaden, sondern auch die Bausubstanz angreifen können.  Die Ursache ist in vielen Fällen ein Ungleichgewicht zwischen der Luftdichtheit der Gebäudehülle und dem Lüftungsverhalten bzw. dem Lüftungssystem.

 

Was ist ein Lüftungskonzept?

Das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 "Lüftung von Wohnungen" [1] umfasst die Ermittlung der Notwendigkeit lüftungstechnischer Maßnahmen (LtM) und die Auswahl eines geiegneten Lüftungssystems.

Dabei sind bauphysikalische, lüftungs- und gebäudetechnische sowie auch hygienische Gesichtspunkte zu beachten, wie z. B. die Auswahl geeigneter Filter oder die Bewertung von Schall- und Brandschutzanforderungen. 

Sind innenliegende Bäder oder Küchen vorhanden, ist die DIN 18017-3 [2] anzuwenden. Hier ist zu prüfen, ob eine kontrollierte Lüftung der innenliegenden Räume bereits zur Einhaltung der DIN 1946-6 führt.

 

Wann ist ein Lüftungskonzept zu erstellen?

Für neu zu errichtende Wohngebäude sowie bei der Modernisierung im Gebäudebestand ist bei einer lüftungstechnisch relevanten Änderung ein Lüftungskonzept zu erstellen.

Eine Modernisierung ist dann lüftungstechnisch relevant, wenn in einer Nutzungseinheit (z. B. Einfamilienhaus, Wohnung im Mehrfamilienhaus) mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht und mehr als 1/3 der Dachflächen abgedichtet werden. 

 

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Normen:

  • [1] DIN 1946-6: Raumlufttechnik - Teil 6: Lüftung von Wohnungen - Allgemeine Anforderungen, Anforderungen zur Bemessung, Ausführung und Kennzeichnung, Übergabe/Übernahme (Abnahme) und Instandhaltung, Mai 2009
  • [2] DIN 18017-3: Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster - Teil 3: Lüftung mit Ventilatoren, September 2009